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Höhenmeter sammeln im Dreiländereck und Hochschwarzwald

Nachdem für die Teamabteilung Südwest mit dem Schauinslandkönig das Jahresteamevent vom Veranstalter aus gesundheitlichen Gründen abgesagt worden war, galt es für uns, sich neue Herausforderungen zu suchen.

Dierk hat sich kurzfristig für die Termintreue und die Teilnahme am Radmarathon Belchen³ entschieden. Wer davon noch nie etwas gehört hat, sogar in der Peiner Allgemeinen Zeitung fand sich vor kurzem ein Bericht darüber (auf der Veranstalterhomepage unter „Erlebnisberichte“). Beim Belchen³ werden an einem Tag im Dreiländereck der deutsche Belchen (1.414 m NN), der schweizer Belchen (Bölchen oder Belchenflue, 1.099 m NN) und der französische Belchen (Grand Ballon, 1.424 m NN) angefahren und erklettert. Dabei werden 320 km und rund 3.900 Höhenmeter zurückgelegt.

Nachdem ein Gewitter auf der Hinfahrt nach Bad Krozingen für die erste Dusche gesorgt hatte, ging es morgens um 5 Uhr 15 km südlich von Freiburg los. Gefahren wird in zusammengestellten Gruppen, die sich nach den Anstiegen und Abfahrten immer wieder zusammenfinden, so dass niemand die Strecke alleine zurücklegt. Vom Veranstalter begleitete ein Gepäcktransport die Teilnehmer. Das Wetter wurde zusehends besser Wetter und bei dem Auftieg zum deutschen Belchen, konnte der Sonnenaufgang genossen werden konnte. Es folgte die Weiterfahrt und der Anstieg zum kleinsten der drei Gipfel. Nach einem gemeinsamen Pastaessen in der Grenzstadt in Weil am Rhein entschied sich Dierk, doch nicht nur den Belchen² zu versuchen und nach Freiburg zurück zu radeln, sondern die ganze Strecke zu absolvieren. Also ging es nach Frankreich und für Dierk zum driten Mal in diesem Jahr nach dem L'Alsacienne und der Vogesenquerung zum dritten Mal auf den Grand Ballon. Auch die Rückfahrt war von den Beinen her kein Problem, nur alles andere am Körper schmerzte. Das Freiburger Ortseingangsschild hat Dierk im Dunkeln passiert und nach einer kurzen Nacht ging es die 4 km zur Arbeit ausnahmsweise mit der Straßenbahn und nicht mit dem Fahrrad. Ob eine Wiederholung ansteht....

Ein wenig angestachelt von Dierks großartiger Leistung und ebenfalls auf der Suche nach einer Herausforderung entschied ich mich eine Woche später dafür, bei der „Schwarzwälder 4-Gipfel-Sause“ mitzuradeln, die mit 163 km und 3.500 Höhenmeter angekündigt war. Organisiert wurde diese Fahrt vom ADFC für sportliche Fahrer, zu denen ich mich mutig dazu gezählt habe. Los ging es mit 12 Teilnehmern zunächst zum Kandel (1.241 m NN), den schwersten Berg in der Region. Hier galt es sich die Kräfte gut einzuteilen. Glücklicherweise waren noch zwei Radler aus Unna, die im Trainingslager hier weilten, in der Gruppe dabei, so dass ich nicht derjenige war, auf den am längsten gewartet werden musste. Ungewohnt, denn zu meiner Zeit in Norddeutschland war ich dort am Berg immer vorne mit dabei und konnte mich auf längere Erholungspausen freuen. Also ein hohes Niveau in der Gruppe und nach einer entspannten Abfahrt ging es nicht weniger steil als der erste Berg über Oberried und die Schauinslandflanke zum Notschrei (1.120 m NN). Die Hälfte war nun geschafft. Als nächstes ging es hoch zum Wiedener Eck, mit 3 % Steigung gut zu befahren, doch die letzten 400 Höhenmeter zum Belchen (1.414 m NN) hatten es wieder in sich. Hier wollte ich schon aussteigen, doch nach einer Bockwurst, Cola und einer Tafel Schokolade kam wieder Kraft in meine Beine, so dass ich auch den letzten Anstieg zum Sirnitz (1.114 m NN) hochkurbeln konnte. Nach der Abfahrt Richtung Badenweiler ging es leicht wellig und mit erstaunlich viel Kraft nach Freiburg. Am Ende standen 173 km und 3.622 Höhenmeter auf dem Tacho und am nächsten Morgen war die Fahrt zur Arbeit mit dem Rad erstaunlicherweise kein Problem für mich.

Das Fazit: Neue persönliche Rekorde an Streckenlängen und Höhenmetern haben wir aufgestellt und für eine Hammertour oder ein Herausforderungsevent muss es nicht weit weg gehen, das haben wir hier alles vor der Haustür :-) Hinsichtlich einer Wiederholung oder Streckentausch für das nächste Jahr sind wir uns aber noch nicht einig.....

Artikel von: Sven Teiwes


Spenden-Info:

Finisher:
Sven Teiwes: 0 min.
Dierk Linsenmaier: 960 Min.

Gesamtstrecke: 320 / 173 km
Wettkampfzeit-Summe: 960 min.
Spendengeld: 96,00 €


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