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Triathlon mit Hindernissen

Für den Samstag, 17.09. war der Ironman Italien geplant. Aufgrund der schlechten Wettervorhersage (Sturm) wurde der Wettkampf keine 24h vorher abgesagt.

Irgendwann, am Freitagnachmittag kam dann die Info, dass der Wettkampf am Sonntag, zusammen mit der Mitteldistanz, stattfinden wird.
Der Bike-Beck-In war ab 20 Uhr geöffnet. Also nach dem Abendessen noch das Rad einchecken. Habe ich auch noch nie im Dunkeln gemacht.

Das Wetter am Sonntagmorgen war perfekt, als wäre am Tag zuvor kein Orkan über den Strand gefegt. Blauer Himmel, Sonne und es sollten „nur“ knapp über 20 Grad werden. Die Sturmschäden waren noch zu sehen, aber dafür hatte ich kein Auge. Die Anspannung und Aufregung waren zu groß.

Der Sturm hat das Meer soweit abgekühlt, dass wir im Neo schwimmen durften. Ansonsten hätten wir auch gedurft, aber außerhalb der Wertung.
Ich hatte mich vor dem Start etwas vertüddelt, so dass ich keine Zeit mehr hatte, vor dem Start ins Wasser zu gehen. Also Kaltstart. Da es eh recht lange flach war, konnte ich noch in Ruhe meinen Neo fluten.
Das Schwimmen lief eigentlich ganz gut. Zumindest nach dem meine Brille endlich dicht war, nach 500 Metern …

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Aufgrund der Zusammenlegung von 70.3 und Ironman war die Wechselzone unendlich lang. Länger als der Ballindamm. Ich hatte aber Glück und mein Rad stand recht weit hinten, beim Radaufstieg.

Die Radstrecke war schön, aber auch nicht ohne. Die Straßenverhältnisse waren schlecht und ich ging zweimal gut Berg hoch nach Bertinoro. Aber überall, wo es hoch geht, gehts ja auch wieder runter :)
Auf der Hälfte der Radstrecke ging es mir nicht gut. Ich habe tatsächlich überlegt, nach Runde eins schon wieder Richtung Wechselzone abzubiegen. Bauchschmerzen. Aber dafür so weit angereist zu sein? Also an der nächsten Verpflegung angehalten, rum Ruhe getrunken und alles nachgefüllt und eine Salztablette eingeworfen. Nach ca 10 km wurde es besser und die letzten 20km zur Wechselzone lief es auch ganz gut.

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Nach einem entspannten Wechsel inkl Sonnencreme und Riegel ging es auf die 4 Runden Laufstrecke. Bei km 2 ging es durch einen Torbogen in die schöne Altstadt vom Cervia. Leider auch mit Unebenheiten und ich hab mich direkt mal langgemacht. Beide Knie und der rechte Ellbogen offen. Ein Polizist hat mir etwas von seinem Wasser über die Wunden gekippt :)
Adrenalin macht’s möglich, also weiterlaufen. Es dauerte aber nicht lang, bis mir die Beine aufgrund des Sturzes wehtaten und ich viel gegangen bin. Sanis habe ich nicht gesehen. Auf Runde 3 hat Steffen dann welche aufgespürt, es gab eine kurze Versorgung und weiter.

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Insgesamt war der Marathon eine Mischung aus laufen und gehen.
Dass es kein Daylight-Finish gibt, war mir von vornherein klar, da die Sonne recht früh unterging. Die letzte Laufrunde war im Dunkeln, also nochmal konzentrieren, um nicht nochmal zu fallen. Hat geklappt ;)

Und als ich den Sprecher im Ziel hören konnte wusste ich, jetzt ist es gleich geschafft!

Mein zweiter Ironman, deutlich härter als der erste (gut, dass Steffen mir noch vorher gesagt hat, dass die DNF-Rate beim zweiten IM deutlich höher ist …), aber geschafft und stolz! Dafür ist die Medaille größer als beim Ersten :)

Und der nächste ist auch schon geplant, Hamburg im Juni 2023 :)

Zielzeit: 13:17:25 
swim 1:18:16 / T1 11:06 / bike 6:16:42 / T2 13:03 / run 5:18:19
AK F30-34: Platz 32 von 39

Artikel von: Annkatrin Hanke


Spenden-Info:

Finisher:
Annkatrin Hanke: 798 min.

Gesamtstrecke: 226 km
Wettkampfzeit-Summe: 798 min.
Spendengeld: 79,80 €


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