In diesem Jahr jährte sich die Austragung des Schauinslandkönigs, Deutschlands größtem Jedermann-Bergzeitfahren zum 20. Mal. An Freiburgs Hausberg sind auf 11,5 km rund 770 Höhenmeter zu bewältigen. Eine weitere ausführliche Streckenbeschreibung findet sich im Bericht zum Schauinslandkönig 2014. Nach fünfjähriger Pause waren dieses Jahr endlich mal wieder GGU-Software-Teamler amStart bei der inzwischen auf rund 1.400 gemeldete Teilnehmer angewachsenen Veranstaltung. Neu in diesem Jahr war dass die gesamte Strecke mittlerweile neu Asphaltiert ist. Leider ist das Herunterfahren auf der Strecke am Wettkampftag untersagt, die Abfahrt ist mittlerweile ein Traum.
Diesmal ging ich alleine mit meinem Sohn Levin, mittlerweile 13 Jahre alt, an den Start. Eine Testfahrt 3 Wochen zuvor in 56 Minuten ließen erahnen, dass er seine Bestzeit aus dem Jahr 2021 mit 1:16 h pulverisieren würde. Zum Startzeitpunkt unseres Blockes gegen 12 Uhr herrschten optimale Bedingungen. Die Hitzewelle war abgeebbt und in der Nacht hatte es geregnet. Die Temperatur am Start betrug 23° C und im Ziel entspannte 15° C.
Levin wurde 24 Sekunden vor mir auf die Strecke geschickt. Er hatte sich gewünscht, dass jeder sein eigenes Rennen fährt und ich ihn nicht begleite. Auf dem ersten steilen Stück konnte ich ihn einholen und noch ein paar aufmunternde Worte mit auf den Weg geben, bevor ich mich vollends auf meine Wattzahlen konzentrieren konnte.
Das Training für die Vätternrundan in diesem Jahr stand einer guten Zeit am Schauinsland im Wege, so dass ich ohne die ganz großen Erwartungen unterwegs war. Im Ziel wurde ich dann überraschenderweise mit meiner zweitbesten je gefahrenen Zeit durchgesagt, nur 35 Sekunden über meiner Bestzeit aus dem Jahr 2018. Sollte sich der Alterungsprozess doch aufhalten lassen?
Im Ziel war keine Zeit zu verschnaufen, denn ich hatte versprochen, ein Video von Levins Zieldurchfahrt zu machen. Die stand viel schneller an als wir beide erwartet haben. Nur wenige Minuten nach mir kam Levin mit einer neuen Bestzeit von 48:08 Minunten ins Ziel gerast, sagenhafte 8 Minuten schneller als bei der Probefahrt 3 Wochen vorher.
Lange lag er damit auf einem Podiumsplatz bei den Schülern B, so dass wir die Siegerehrung abwarten wollten. Leider wurde er von diesem im letzten Moment verdrängt, was uns aber nicht davon abgehalten hat, kurzzeitig auf dem Thron des Schauinslandkönigs Platz zu nehmen.


Homepage der Veranstaltung
https://www.schauinslandkoenig.de/
Ergebnis:
Sven Teiwes 42:24,6 Minuten (gesamt 315. von 1.173, Männer 299. von 963, M 50 17. von 68)
Levin Teiwes 48:08,0 Minuten (gesamt 600. von 1.173, Männer 549. von 963, Sch B 4. von 4)
